Cyanobakterien und Sommerblüten: Ein wachsendes Problem mit einer Nanobubble-Lösung

Wenn der Sommer kommt und die Temperaturen steigen, machen Seen, Teiche und Stauseen oft eine beunruhigende Verwandlung durch: Sie werden grün, schleimig und manchmal sogar giftig. Die Übeltäter sind Cyanobakterien – allgemein bekannt als Blaualgen –, die in warmen, nährstoffreichen Gewässern gedeihen. Diese Sommerblüten sind nicht nur unschön anzusehen; sie können schädliche Toxine freisetzen, den Sauerstoffgehalt reduzieren und aquatische Ökosysteme stören, was Probleme für die Tierwelt, Freizeitaktivitäten und sogar die Trinkwasserversorgung schafft.

Wenn der Sommer kommt und die Temperaturen steigen, machen Seen, Teiche und Stauseen oft eine beunruhigende Verwandlung durch: Sie werden grün, schleimig und manchmal sogar giftig. Die Übeltäter sind Cyanobakterien – allgemein bekannt als Blaualgen –, die in warmen, nährstoffreichen Gewässern gedeihen. Diese Sommerblüten sind nicht nur unschön anzusehen; sie können schädliche Toxine freisetzen, den Sauerstoffgehalt reduzieren und aquatische Ökosysteme stören, was Probleme für die Tierwelt, Freizeitaktivitäten und sogar die Trinkwasserversorgung schafft.

geschrieben von

Produktmanager

Anze Borinc

Produktmanager mit einem Schwerpunkt auf Maschinenbau, der Systeme entwirft und Produkt, Produktion und Betrieb miteinander verbindet, um maximale Wirkung zu erzielen. Außerhalb des Büros bin ich ein leidenschaftlicher Kletterer, ehemaliger Wettkämpfer und trainiere und setze weiterhin Routen in meiner Freizeit.

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Warum Cyanobakterien im Sommer blühen

Cyanobakterien sind uralte Mikroorganismen, die Photosynthese betreiben, ähnlich wie Pflanzen. Während sie Teil vieler Süßwasserökosysteme sind, hat menschliche Aktivität ihr Überwuchern gefördert. Abfluss von Landwirtschaft, Rasenflächen-Düngemitteln und unbehandeltem Abwasser führt zu einem Überschuss an Nährstoffen – insbesondere Stickstoff und Phosphor – in Seen und Flüsse. In Kombination mit warmen Temperaturen, stehendem Wasser und reichlich Sonnenlicht schaffen diese Bedingungen einen idealen Nährboden für Cyanobakterien.

Während einer Blüte bilden Cyanobakterien dichte Oberflächenschleier, die das Eindringen von Licht in das Wasser verhindern. Beim Absterben und Zersetzen sinken die Sauerstoffwerte stark, was zu Fischsterben und unangenehmen Gerüchen führt. Einige Arten produzieren auch Cyanotoxine, die Risiken für Menschen und Tiere darstellen, wenn sie aufgenommen oder eingeatmet werden. Gemeinden reagieren oft mit kostspieligen Behandlungen wie chemischen Algiziden, aber diese bieten nur vorübergehende Erleichterung und können Nicht-Zielorganismen schädigen.

Nanobubbles: Ein neuer Ansatz

Eine vielversprechende Technologie zur Bekämpfung von Cyanobakterienblüten sind Nanobubbles – ultrafeine Gasblasen, die typischerweise kleiner als 200 Nanometer im Durchmesser sind. Im Gegensatz zu gewöhnlichen Blasen verhalten sich Nanobubbles auf einzigartige Weise:

  • Langlebig: Sie können wochenlang im Wasser schweben, ohne aufzusteigen und zu platzen.

  • Hohe Oberflächenenergie: Sie erzeugen lokalen oxidativen Stress, der schädlichen Mikroorganismen schaden kann.

  • Sauerstoffzufuhr: Nanobubbles können den gelösten Sauerstoffgehalt im Wasser effizient erhöhen und somit den niedrigen Sauerstoffbedingungen entgegenwirken, die die Dominanz von Cyanobakterien fördern.

Wenn sie mit Sauerstoff angereichert sind, verbessern Nanobubbles die Wasserqualität, indem sie den gelösten Sauerstoff in der Wassersäule stabilisieren. Dies kommt aeroben Bakterien zugute, die organische Substanzen natürlich abbauen und die Nährstoffbelastung verringern, von der Cyanobakterien abhängig sind. Darüber hinaus zeigen einige Studien, dass mit Ozon oder Luft angereicherte Nanobubbles schädliche Cyanobakterien selektiv unterdrücken können, ohne anderen aquatischen Lebensformen zu schaden.

Wie Nanobubbles helfen, das Gleichgewicht wiederherzustellen

Die Effektivität von Nanobubbles liegt in ihrer vielseitigen Wirkung:

  1. Unterdrückung von Cyanobakterienwachstum

    • Sauerstoffreiche Bedingungen begünstigen gesunde Algen und Wasserpflanzen gegenüber Cyanobakterien, die oft in sauerstoffarmen Umgebungen gedeihen.

    • Die mikro-oxidativen Effekte von Nanobubbles können die Zellmembranen der Cyanobakterien destabilisieren.

  2. Verbesserung der Wasserqualität

    • Ein höherer gelöster Sauerstoff reduziert unangenehme Gerüche und unterstützt aquatische Biodiversität.

    • Erhöhte mikrobielle Tätigkeit hilft, organische Substanzen effizienter abzubauen.

  3. Reduzierung des Chemikalieneinsatzes

    • Im Gegensatz zu Algiziden hinterlassen Nanobubbles keine schädlichen Rückstände.

    • Sie unterstützen die langfristige Widerstandsfähigkeit des Ökosystems statt kurzfristiger Lösungen.

Blick in die Zukunft

Da der Klimawandel zu wärmeren Sommern und mehr Nährstoffabfluss aufgrund extremer Niederschläge führt, werden Cyanobakterienblüten wahrscheinlich häufiger und intensiver auftreten. Gemeinschaften, Wassermanager und Forscher erkunden nachhaltige Lösungen für diese Herausforderung. Die Nanobubble-Technologie bietet ein vielversprechendes, umweltfreundliches Werkzeug, um das Gleichgewicht in Süßwasserökosystemen wiederherzustellen und das Risiko toxischer Blüten zu verringern.

Die Zukunft von sauberen, gesunden Seen könnte sehr wohl auf etwas nahezu Unsichtbarem basieren: Blasen, die zu klein sind, um sie zu sehen, aber mächtig genug, um das Gleichgewicht ganzer Ökosysteme zu verschieben.

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